F5 ist seit Jahrzehnten ein Eckpfeiler der Anwendungsbereitstellung in Bankenumgebungen. Seine Leistung, Zuverlässigkeit und sein umfangreicher Funktionsumfang haben es zu einer vertrauenswürdigen Plattform für einige der größten Finanzinstitute der Welt gemacht.
Aber da das digitale Banking wirklich immer verfügbar ist, die Erwartungen der Aufsichtsbehörden steigen und die Cyber-Bedrohungen immer raffinierter werden, wird eine Tatsache deutlich:
Kein einzelner Load Balancer – egal wie leistungsfähig er ist – sollte ein Single Point of Failure sein.
Heute setzen vorausschauende Banken neben F5 eine Backup-Strategie (sekundärer Load Balancer) ein, nicht um F5 zu ersetzen, sondern um die Ausfallsicherheit zu erhöhen, das Anbieterrisiko zu reduzieren und unterbrechungsfreie digitale Bankdienstleistungen zu gewährleisten.
Warum F5 im Bankwesen weit verbreitet ist
Die Präsenz von F5 im Bankwesen ist wohlverdient. Finanzinstitute verlassen sich auf das Unternehmen für:
- Leistungsstarker Layer 4 und Layer 7 Lastausgleich
- SSL/TLS-Offloading im großen Maßstab
- Sichtbarkeit des Anwendungsverkehrs
- Bewährte Stabilität in unternehmenskritischen Umgebungen
Für viele Banken bildet F5 die primäre Anwendungsbereitstellungsschicht für Kernbankensysteme, Kundenportale, Zahlungsplattformen und APIs.
Primär bedeutet jedoch nicht, dass sie allein ausreichend sind.
Das Risiko, sich auf einen einzigen Load Balancer-Anbieter zu verlassen
Banken sind Experten im Umgang mit finanziellen Risiken, aber das Risiko einer Anbieterkonzentration in der IT-Infrastruktur wird oft unterschätzt.
Die ausschließliche Verwendung einer einzigen Lastausgleichsplattform birgt mehrere Schwachstellen:
1. Vendor Lock-In
Eine Strategie mit nur einem Anbieter schränkt die architektonische Flexibilität und den Verhandlungsspielraum ein, insbesondere wenn die Lizenz- und Kapazitätsanforderungen steigen.
2. Upgrade- und Patching-Risiko
Selbst geplante Upgrades oder Sicherheits-Patches können zu Ausfällen führen. Ohne eine zweite Plattform sind die Möglichkeiten für ein Rollback begrenzt.
3. Vorfälle auf Plattformebene
Kein Anbieter ist davor gefeit:
- Software-Fehler
- Fehlkonfigurationen
- Versagen von Zertifikaten oder Lizenzen
Wenn dies eintritt, kann ein Backup-ADC den Unterschied zwischen Minuten der Unterbrechung und Stunden der Ausfallzeit bedeuten.
4. Kapazitätserschöpfung
Unerwartete Verkehrsspitzen – wie z.B. Feiertage, Marktvolatilität oder Betrugsfälle – können eine einzelne Plattform an ihre Grenzen bringen.
5. Lieferkette und EOL/EOS-Risiko
Hardware-Refresh-Zyklen, Komponentenknappheit oder Änderungen im Produktlebenszyklus können die Verfügbarkeitsplanung beeinflussen.
Im Bankwesen ist das Verfügbarkeitsrisiko ein Geschäftsrisiko.
Regulatorische und Compliance-Erwartungen treiben den Wandel voran
Die Aufsichtsbehörden erwarten von den Banken zunehmend, dass sie nicht nur theoretische Redundanz, sondern auch operationelle Widerstandsfähigkeit beweisen.
Zu den wichtigsten Erwartungen gehören:
- Kein einziger Fehlerpunkt in kritischen Systemen
- Bewährte Notfallwiederherstellung und Failover-Tests
- Risikomanagement für Drittanbieter und Lieferanten
- Schnelle Wiederherstellung nach technologischen Zwischenfällen
Eine Multi-Vendor- oder Backup-ADC-Strategie hilft den Banken, diese Erwartungen zu erfüllen, indem sie die architektonische Vielfalt und die Notfallplanung zeigt.
So sieht eine Backup Load Balancer Strategie aus
Eine Backup-Load-Balancer-Strategie bedeutet nicht, dass Sie F5 ausrangieren müssen. Stattdessen wird ein ergänzender ADC eingeführt, der bei Bedarf einspringen kann.
Zu den gängigen Modellen gehören:
Aktiv-Passiv Architektur
- F5 bleibt primär
- Backup ADC ist im Standby-Modus
- Verkehrsverlagerungen bei Zwischenfällen, Wartung oder Tests
Aktiv-Aktiv mit GSLB
- Der Verkehr ist über Plattformen oder Regionen verteilt
- Schnellere Wiederherstellung und Lastverteilung
- Höhere allgemeine Widerstandsfähigkeit
Schwerpunkt Disaster Recovery (DR)
- Der sekundäre ADC wird bei regionalen oder Rechenzentrumsausfällen aktiviert
- Integriert mit DNS oder Global Server Load Balancing (GSLB)
Das Ziel ist einfach: Sicherstellen, dass Anwendungen erreichbar bleiben, auch wenn die primäre Plattform nicht verfügbar ist.
Vorteile eines sekundären ADC neben dem F5
Die Implementierung einer Backup-Load-Balancer-Strategie bietet handfeste Vorteile:
Geringeres Risiko durch einen einzelnen Anbieter
Kein Ausfall einer einzelnen Plattform kann kritische Bankdienste lahm legen.
Verbesserte Sicherheit beim Änderungsmanagement
Upgrades, Konfigurationsänderungen und Patches können ohne Auswirkungen auf den Kunden getestet werden.
Schnellere Wiederherstellungszeiten
Failover wird automatisiert und vorhersehbar, was die mittlere Wiederherstellungszeit (MTTR) reduziert.
Kosten- und Kapazitätsflexibilität
Sekundäre Plattformen können Überlaufverkehr aufnehmen oder als Burst-Kapazität dienen.
Stärkere regulatorische Position
Zeigt Widerstandsfähigkeit, Bereitschaft und Risikominderung für Anbieter.
Kurz gesagt, ein Backup-ADC dient als Versicherung für die Verfügbarkeit des digitalen Bankings.
Warum Edgenexus als Backup für F5 funktioniert
Edgenexus wird von Banken zunehmend als sekundärer oder Backup-ADC eingesetzt, da es bestehende F5-Umgebungen ergänzt und nicht direkt mit ihnen konkurriert.
Die wichtigsten Gründe sind:
Interoperabilität mit bestehenden Architekturen
Edgenexus lässt sich problemlos in Umgebungen integrieren, in denen F5 bereits tätig ist, und ermöglicht plattformübergreifendes Failover und Traffic Steering.
Global Server Load Balancing (GSLB)
Ermöglicht intelligentes Routing über Regionen und Rechenzentren hinweg, was für DR und geografische Ausfallsicherheit entscheidend ist.
Integrierte Sicherheit
Die integrierte Web Application Firewall (WAF) und das SSL/TLS-Offloading schützen Bankanwendungen sowohl im Normalbetrieb als auch bei einem Failover.
Hybrid- und Cloud-Fähigkeit
Edgenexus läuft vor Ort, in einer privaten oder öffentlichen Cloud – ideal für moderne Bankarchitekturen.
Einfacher Betrieb
Zentralisierte Verwaltung und Automatisierung reduzieren den betrieblichen Aufwand im Vergleich zur Verwaltung mehrerer schwerer Plattformen.
Kosteneffiziente Ausfallsicherheit
Bietet Funktionen auf Unternehmensniveau, ohne die hohen Zusatzkosten einer Duplizierung der primären Infrastruktur.
Reale Bankenszenarien, bei denen Backup-ADCs von Bedeutung sind
Betrachten Sie häufige Situationen, mit denen Banken konfrontiert sind:
- Geplante F5-Wartung oder Upgrades
Backup ADC sorgt für unterbrechungsfreien Service. - Lizenzierung oder Kapazitätserschöpfung
Der Verkehr kann sofort umgeleitet werden. - Ausfall des regionalen Rechenzentrums
Der sekundäre ADC übernimmt die Ausfallsicherung über GSLB. - Isolierung von Sicherheitsvorfällen
Der Verkehr kann umgeleitet werden, während die Untersuchung läuft.
In jedem Fall verhindert ein Backup-Loadbalancer für den Kunden sichtbare Ausfälle.
Conclusion
F5 bleibt eine vertrauenswürdige und leistungsstarke Plattform in Bankenumgebungen – aber Vertrauen sollte nicht gleichbedeutend mit Abhängigkeit sein.
Da das digitale Banking immer wichtiger wird, müssen Banken nicht nur für die Leistung, sondern auch für Ausfallszenarien planen. Eine Backup-Load-Balancer-Strategie zusammen mit F5:
- Reduziert das Betriebs- und Lieferantenrisiko
- Stärkt die Einhaltung von Vorschriften
- Verbessert die Betriebszeit und Wiederherstellung
- Schützt das Vertrauen der Kunden
Plattformen wie Edgenexus bieten den Banken eine praktische, kostengünstige Möglichkeit, die Ausfallsicherheit zu erhöhen, ohne dass es zu Unterbrechungen kommt. So wird sichergestellt, dass die digitalen Bankdienstleistungen jederzeit sicher, verfügbar und zuverlässig sind.
Nächste Schritte
Erfahren Sie, wie Edgenexus F5 in Bankenumgebungen ergänzt.
Entdecken Sie eine sekundäre ADC-Strategie, die für Ausfallsicherheit, Compliance und digitales Banking im Dauerbetrieb konzipiert ist.